3. Druck - wenn das Leben eng wird

Shownotes

Das Leben fühlt sich eng an - aber ist wirklich mehr dazugekommen? Druck fühlt sich immer gleich an, doch er verrät seine Ursache nicht: Manchmal ist es mehr geworden, manchmal ist nur der Raum kleiner geworden. Und die beiden zu verwechseln führt zur falschen Antwort.

Das Poster zur Folge mit den Kernaussagen bekommst du mit dem Newsletter: www.physics-in-life.com

Hast du eine eigene Situation, die du aus der Perspektive der Physik betrachten möchtest? Schreib mir: contact@physics-in-life.com – anonym, wenn du magst.

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00:00:01: Kennst du das?

00:00:02: Dein Leben fühlt sich eng an.

00:00:03: Alles ist zu viel, zu nahe.

00:00:06: Es würde etwas von allen Seiten auf dich einwirken.

00:00:08: Manchmal ist sofort klar woher das kommt.

00:00:10: Da ist wirklich viel los Aber manchmal da ist gar nichts Neues Kein zusätzliches Projekt keine Krise Nichts worauf Du zeigen könntest und trotzdem es drückt.

00:00:19: Wie kann sich etwas gleich anfühlen obwohl völlig verschiedenes dahinter steckt?

00:00:24: Genau darum geht es heute.

00:00:25: Ich bin die Barbara Und Du hast Physik in Live.

00:00:28: Die Physik hat für dieses Gefühl ein Wort und eine überraschend klare Antwort.

00:00:33: Erinnerst du dich an den Mann aus der Yoga-Stunde?

00:00:36: In der letzten Folge stand er zwischen zwei Ruhe lagen, etwas war in Bewegung geraten und diese Spannung hielt er Woche für Woche!

00:00:44: Inzwischen sind wieder ein paar Wochen vergangen – es hat sich etwas verändert aber nicht dort wo man es erwarten würde.

00:00:51: Seine Arbeit ist dieselbe seine Termine sind dieselben die Yoga-Sstunde ist dieselb.

00:00:57: Von außen betrachtet ist sein Leben unverändert und trotzdem fühlt es sich für ihn eng an.

00:01:03: Morgens beim Kaffee überlegt er, ob sie heute in der Stunde sein wird.

00:01:07: Auf dem Weg zur Arbeit spielte ein Gespräch durch das noch gar nichts stattgefunden hat.

00:01:12: In einer Besprechung driften seine Gedanken ab – zu ihr!

00:01:16: Abends geht ihm dieselbe Frage durch den Kopf wie schon am Morgen.

00:01:20: Das Buch dass er lesen wollte liegt seit Wochen auf derselben Seite.

00:01:23: Der Anruf bei einem Freund immer wieder verschoben.

00:01:27: Selbst die Arbeit, die ihm sonst leicht von der Hand geht fühlt sich an als müsste er sie in eine zu kleine Lücke quetschen.

00:01:33: Er fühlt mich unter Druck und wenn ihn jemand fragen würde wo Dorf?

00:01:37: Er könnte es nicht sagen Denn dazugekommen ist ja nichts.

00:01:41: Hör einmal hin wie wir im Alter über Druck sprechen.

00:01:44: Jemand macht mir Druck etwas lastet auf mir Der Druck nimmt zu.

00:01:49: Unsere Sprache kennt eigentlich nur ein Bild Da isst etwas und es kommt von außen Und es wird mehr.

00:01:55: Für viele Situationen stimmt dieses Bild ja auch, aber es ist eben nur ein Teil der Wahrheit.

00:02:01: Und die Physik zeigt sehr genau was ihm fehlt!

00:02:04: Also fragen wir wieder nicht – Was bedeutet das?

00:02:07: Sondern…was ist Druck eigentlich und wodurch?

00:02:10: er steht eher?

00:02:12: Stell dir einen geschlossenen Behälter vor gefüllt mit Gas.

00:02:16: ganz viele winzige Teilchen die ununterbrochen herumfliegen und von innen gegen die Wände stoßen.

00:02:22: diese unzähligen kleinen Stöße gegen die wende.

00:02:25: Das ist Druck.

00:02:26: Je häufiger und heftiger die Teilchen anstoßen, desto höher der Druck.

00:02:30: Außen am Behälter sitzt ein Messgerät – es zeigt an wie hoch der Druck ist.

00:02:35: Und jetzt kommt eine Beobachtung, die unscheinbar klingt Aber sie ist das Schlüssel zu dieser ganzen Folge.

00:02:42: Das Messgeräte zeigt nur, dass der Druck steigt.

00:02:46: Es zeigt nicht warum Denn es gibt mehrere völlig verschiedene Wege, wie der Druck im Behältern steigen kann Und von außen am Messgeräd sehen Sie alle exakt gleich aus.

00:02:56: Der erste Weg, es kommt mehr hinein.

00:02:59: Man pumpt zusätzliche Teilchen in den Behälter – mehr Teilchen, mehr Stöße, mehr Druck!

00:03:05: Und der zweite Weg, der Raum wird kleiner Es kommt nichts dazu, nichts wird schneller Aber den Teilchen steht weniger Platz zur Verfügung.

00:03:14: Die selbe Menge auf engeren Raum und schon stoßen die Teilchen häufiger an.

00:03:19: Der Druck steigt.

00:03:21: Und dieser zweite Weg hat selbst zwei Gesichter Ein Raum kann von außen kleiner gemacht werden, die Wände werden enger gemacht.

00:03:29: Oder etwas im Inneren breitet sich aus und nimmt den anderen Teilchen dem Platz.

00:03:35: Stell dir einen Ballon vor der in Behälter aufgeblasen wird!

00:03:38: Für alles um ihn herum wird es eng – obwohl von Außen nichts passiert.

00:03:43: Halte diesen Gedanken einmal fest.

00:03:45: Mehr hinein gepumpt oder Raum geschrumpft?

00:03:48: Das Messgereg zeigt in beiden Fällen genau dasselbe.

00:03:52: Der Druck verrät seine Ursache nicht und genau das ist bei uns Menschen auch so.

00:03:57: Das Gefühl von Druck ist immer dasselbe, diese Enge dieses zu viel, dieses gedrückt sein aber dahinter können völlig verschiedene Dinge stecken.

00:04:06: Manchmal ist wirklich mehr dazugekommen – mehr Aufgaben, mehr Verantwortung, mehr Erwartungen.

00:04:11: Das ist der erste Weg und den kennen wir alle.

00:04:14: Aber manchmal ist nichts dazugekommen Und der Raum ist kleiner geworden.

00:04:19: Schau auf unseren Mann!

00:04:21: In sein Leben wurde nichts hinein gepumpt, keine neue Aufgabe, keine zusätzliche Verpflichtung.

00:04:27: Aber in seinem Inneren hat sich etwas ausgebreitet – wie der Ballon im Behälter!

00:04:32: Das Thema mit ihr ist gewachsen, es nimmt Raum ein morgens, tagsüber abends und alles andere in seinem Leben.

00:04:40: das Buch, der Freund, die Arbeit muss sich denselben Alltag mit immer weniger Platz teilen.

00:04:46: Das enge Gefühl entsteht bei den verdrängten Dingen Sie sind nicht mehr geworden, ihnen wurde der Raum genommen.

00:04:54: Deshalb konnte er die Frage nicht beantworten was denn passiert sei.

00:04:58: Es ist nichts dazugekommen Die Welt ist nicht schwerer geworden Der Raum für alles andere ist kleiner geworden Und jetzt siehst du warum das mit dem Messgerät so wichtig ist.

00:05:09: Weil das Gefühl seine Ursache nicht verrät.

00:05:12: greifen wir zur vertrautesten Erklärung und das ist fast immer der erste Weg.

00:05:17: es muss zu viel geworden sein Also tun wir, was bei zu viel hilft.

00:05:22: Wir nehmen weg Termine streichen, Absagen kürzer treten und manchmal ist das genau richtig wenn tatsächlich mehr dazu gekommen ist.

00:05:31: Aber wenn der Druck vom geschrumpften Raum kommt läuft genau diese Antwort ins Leere.

00:05:36: Unser Mann kann Termine absagen so viele er will.

00:05:39: solange dass eine Thema denselben Raum fühlt bleibt es eng.

00:05:43: Er würde ein Raumbroblem behandeln als wäre es ein Mengenproblem.

00:05:47: zwei verschiedene Ursachen die nach zwei verschiedenen Antworten verlangen.

00:05:52: Und von innen fühlen sie sich zum Verwechseln gleich an!

00:05:56: Die Versick verlangt an dieser Stelle nichts von dir, sie sagt nur – bevor du handelst finde heraus welcher Weg es ist.

00:06:04: Wenn wir es auf einen Satz bringen wollen Druck fühlt sich immer gleich an aber er hat nicht immer dieselbe Ursache.

00:06:11: Manchmal ist wirklich mehr dazugekommen und manchmal ist nur der Raum kleiner geworden weil sich etwas ausgebreitet hat und den Platz von allem anderen nimmt.

00:06:21: Das war wieder eine Folge von Physics in Life!

00:06:24: Und wenn sich diese Woche etwas in deinem Leben eng anfühlt, dann halte kurz inne und stelle die Frage, die das Messgerät nicht beantworten kann.

00:06:32: Ist wirklich mehr geworden oder hat sich etwas ausgebreitet?

00:06:37: Du musst noch nichts verändern – es genügt die Ursache vom Gefühl zu unterscheiden.

00:06:42: Unser Jogermann sein Zustand wird immer intensiver Die Tagträume, die Ungewissheit, plötzlich zu beruhigen schaukelt sich alles immer weiter auf.

00:06:51: Er kommt nicht mehr zur Ruhe – was passiert wenn ein System nach einer Störung nicht mehr in seine Ausgangslage zurückfindet?

00:06:57: Darum geht es beim nächsten Mal natürlich wieder aus der Perspektive der Physik.

00:07:02: und noch etwas!

00:07:03: Ist dir beim Zuhören eine eigene Situation eingefallen?

00:07:06: Eine Begegnung, einen Moment, der dich beschäftigt.

00:07:09: Schick sie mir!

00:07:10: In den nächsten Folgen nehme ich echte Situationen von Hörerinnen und Hörern, und analysiere was die Physik darin sichtbar macht.

00:07:16: Ohne Ratschläge ohne Bewertung Wie steht in dem Show noch?

00:07:21: Ich bin die Barbara.

00:07:22: Schön dass du dabei warst.

00:07:24: Bis zum nächsten Mal bei Physics in Life.

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